Das Jahr 2022 der " Aktion Ameise" in Wort und Bild

" Am Molchloch"

Am 18.03.2020,

war es so weit.

Das neue Jahr der Ameisen hatt begonnen. Wir trafen uns auf dem Pfarrhof, brachen das Ameisenbrot in alle Teile, und freuten uns über das da sein. Der Molchteich war zugewuchert von Brombeeren, Entengrütze bedeckte die Wasseroberfläche. Die Ameisen waren gut ausgerüstet mit Eimern, ein Nudelsieb half dabei, die Molche zu entdecken. So ging es zügig voran. Eine Eimerkette wurde gebildet, der letzte Eimer kam in der Nähe der Mistellinde an, und das Wasser lief durch das Sieb. Die Kinder freuten sich über jeden neuen Molch, der entdeckt wurde. Wir verbrachten sie in einen Eimer mit Regenwasser. 30 Tiere konnten wir zählen, und in den mit sauberen Wasser befüllten " neuen" Molchteich aussetzen. Die Kinder standen am Zaun und zählten jedes Tier einzeln, das den Weg ins Wasser fand. So verging die Zeit zusammen . Als alles Wichtige erledigt war, zogen wir uns in das Ameisenzimmer zurück, um gemeinsam einen Film zu sehen. Es war ein schöner Film, über den Frühling, die Tierwelt unserer Heimat, und das Erwachen der Natur. Nun sind auch die Ameisen aus einem ewigen Schlaf wieder zum Leben erwacht. Hoffen wir, daß es für den Rest des Jahres so bleibt. Es war schon dunkel draussen, als wir uns voneinander verabschiedeten.

GG

9.04.2022

Der 9.04.2022, ein schöner Frühlingstag, an dem sich Naturbegeisterte Menschen am Wolfszug trafen, um der Zschone eine Reinigung zu schenken. Man bedenke....1995 fand die erste Aktion saubere Zschone statt, und immer noch zieht es die Freunde des Grundes hinaus, neun Uhr ging es los, und ich war ehrlich erstaunt, wie viele es diesmal waren.

Bekannte und neue Gesichter, und vor allem unsere Ameisen. Wir teilten uns wie immer auf, eine Gruppe lief oben entlang, eine unten im Grunde. Wir hatten auch ein Stück Kernseife dabei, um unsere Ameisenbank zu reinigen. Leider eignet sie sich auch als Kletterobjekt, und manche Mitmenschen benutzen die Sitzfläche als Schuhabtreter, aber so ist das nun mal mit den Leuten. Sehr viel Müll war  nicht mehr vorhanden, dennoch findet sich immer etwas. Die Müllhalden der Vergangenheit ließen wir diesmal außer acht, es hat keinen Sinn, den Müll von vor 40 oder 50 Jahren zu bergen. Nur was an der Oberfläche sichtbar war, fand den Weg in die Müllsäcke. Diese legten wir wie immer auf dem Parkplatz der Zschonermühle ab. Danach wanderten wir nach Pennrich, wo eine ganze Ladung Bratwürste und Brötchen auf uns wartete. Die Pennricher Seite räumte wie all die Jahre den Müll von der anderen Seite aus dem Grund, und in der Mitte trafen wir uns dann. Diesmal war es etwas anders, und wird auch die nächsten Jahre so laufen. Andere Zeiten, andere Gegebenheiten. Bei Essen und Trinken fand ein reger Gedankenaustausch statt. Manche Zeitgenossen hatte man schon zwei Jahre nicht mehr gesehen, sie schienen in der Zeit verloren gegangen zu sein, tauchten nun aber wieder auf.

Nach der Stärkung wanderten wir wieder zurück nach Briesnitz. Ich möchte sagen, es war ein gelungener Tag.

Vielen Dank an die Frauen und Männer in Pennrich, für die gute Bewirtung, wir hatten wirklich viel Spaß!

G.G.

 

6.05.2022

Exkursion " Siebenschläfer"  --Zschonergrund--

Der Siebenschläfer beschäftigt die Aktion Ameise schon einige Jahre. Wir haben mehrfach versucht, einen Nachweis zu erbringen, ob es ihn im Zschonergrund gibt. Jedes Jahr wurden Fellfallen angebracht,um nur einige Haare seines Fells als Probe zu bekommen, und irgendwann war es dann soweit, daß es bestätigt wurde. Am 6. 05. 2022 brachte die Aktion Ameise zum ersten Mal in ihrer Geschichte, wunderschöne Wohnungen für den Siebenschläfer im Zschonergrund aus. Begleitet wurden wir von Herrn Nake, Mitarbeiter beim SUFW Dresden am Lehmberg, der uns die Kästen zur Verfügung stellte, und sie mit uns anbrachte.

Für die Kinder der Aktion Ameise war es ein wenig Arbeit, mussten die Kästen doch ein ganzes Stück getragen werden, aber sie wurden der Verantwortung gerecht. Auf steilem abschüssigen Gelände, versuchten wir dann eine Leiter an verschiedene Bäume zu lehnen, und die schweren Kästen stabil an zu bringen. Nach einiger Kraftanstrengung gelang uns dies. Danach ruhten wir erst einmal bei einem deftigen Picknik im Gras aus. Die Grillen zirpten zu hunderten, Toscana Ambiente machte sich breit, Eidechsen beobachteten alles vom Maulwurfshügel aus. Dann ein Spiel, etwas tiefer in der Wiese ohne Blumen und Kräuter, denn diese wollen wir ja nicht zertampeln. Kinderlachen und freies Sein waren angesagt, bevor wir langsam wieder Richtung Briesnitz liefen.

Besten Dank noch einmal an Herrn Nake vom SUFW, ohne ihn hätten wir das alles nicht realisieren können. VIELEN DANK auch an die Erbauer der schönen Kästen!

G.G.