Willkommen im Jahr 2020, sagen die Briesnitzer Ameisen.

Planänderung wegen Schnee(ausfall). Wir gehen nicht rodeln sondern säubern.

10.01.2020

Eigentlich wollten wir an diesem Tag in die Zschone rodeln gehen, wir sind wirklich eine hoffnungsvolle Gruppe, aber leider wurden die Hoffnungen nicht erfüllt. Also zogen wir los, die Nistkästen zu reinigen.

Wann gab es den letzten Schnee in unserer Ortslage? Im März 2012 gab es keinen, im Februar 2013 und Januar 2014 gab es etwas Schnee. Im Januar 2015 hatten wir keinen Schnee, im März 2015 gab es auch keinen. 2017 reinigten wir die Kästen im November, ohne Schnee. 2018 waren wir nicht reinigen, deshalb kann ich keine Schnee Angaben machen, im Januar 2019 hatten wir auch keinen Schnee, genau so sah es dieses Jahr aus. Über den " Daumen gepeilt", hatten wir seit 6 Jahren keinen Schnee bei unseren Aktionen.

Aber die Nistkästen müssen immer überprüft und gereinigt werden, also zogen wir los, eine Gruppe von 21 Kindern, Herr Hermann, Grete und ich. Es war angenehm von den Temperaturen her, niemand fror, trotzt des leichten Windes. Die Leiter war schnell zur Hand, zwei Gruppen fanden sich auch leicht zusammen, und los ging es.

Von Kasten zu Kasten stieg die Spannung, die Erwartungen waren bei den älteren Ameisen groß, bei den Jüngeren verhalten, da sie noch nicht genau wussten was zu erwarten war. Wir besuchten Birke,Linde,Eiche, Kasten 1-9, und fanden 4 leere Kästen, in denen 2019 kein Vogelpaar eingezogen war. 5 Kästen waren mit Nestern ausgestattet, und es lagen keine Eier mehr darin, was ein gutes Zeichen ist. Leider lässt sich aber nicht beweisen, ob überhaupt Eier vorhanden waren. An Hand der Federreste, kann man auf Jungvögel schließen. Es waren diesmal auch zwei tote Vögel zu beklagen. Was wir diesmal an Nestern fanden, war sehr kurios. Einige Vögel hatten farbige Wolle gefunden, und diese Kunstvoll eingebaut, dies rief großes Erstaunen bei den Kindern hervor. Nun, die Zeit verging, und somit auch das Tageslicht. Wir hatten viel erlebt und gesehen, nun war es an der Zeit zurück zu gehen , auf den Pfarrhof, wo die Eltern schon warteten.

Ich denke, es war eine gelungene Aktion, vor allem interessant für die neuen Ameisen.

GG

24.01.2020

Die Ameisen besuchen " Rübezahl"

An diesem Tag war es wie bei der vorhergehenden Aktion, die Briesnitzer Ameisen wollten so gern rodeln gehen, aber das Quecksilber wollte nicht in Minusbereiche sinken, und der Himmel war nicht bereit seine weiße Pracht  über dem Zschonergrund herab zu lassen. Also machten wir es uns im Ameisenzimmer gemütlich, und schauten uns das Märchen von Rübezahl an. Dazu gibt es eigentlich nicht mehr zu sagen, als dass es allen Kindern sehr gut gefiel, und die Zeit recht schnell verging.

GG

28.02.2020

Wir suchen ein Säugetier im Zschonergrund

An diesem Tag trafen wir uns wieder im Ameisenzimmer um eine weitere Aktion zu starten. Unser schöner Zschonergrund lädt uns immer zu entdecken ein, also liefen wir in ihn hinein, um ein besonderes Säugetier zu suchen. Welches könnte es wohl sein? Das erfuhren wir vorher im Ameisenzimmer. Und wie immer hatten wir einige Experten unter uns, die wirklich gut Bescheid wussten, es ging um den Maulwurf. Etliche Kinder hatten Erlebnisse mit diesem kleinen Tier zu erzählen. So wussten alle Bescheid, und wir suchten seine Behausung. Leider ist die Erde durch den Menschen und Nutztiere verdichtet, so dass der Maulwurf nicht überall ein Zuhause haben kann. Dennoch fanden wir seine Wohnung im Zschonergrund Bad. Da, unter der Liegewiese gab es mindestens 30 Hügel , und wo es diese Hügel gibt, ist er Zuhause. Auf der großen Wiese spielten wir noch ein Spiel, wie es wohl sein könnte als Maulwurf zu leben. Die Kinder erfanden in Windeseile Rollenspiele, und waren sehr gut bei der Sache. Nach dieser fröhlichen Aktion liefen wir wieder zurück nach Briesnitz, und hatten viel über den immer seltener werdenden Gast unter der Erde erfahren.

GG

6.03.2020

Treffen am Molchloch

Molchloch? Ja so haben wir es getauft, unser kleines Biotop mitten in Briesnitz, im Gelände des Pfarrgrundstücks. Alle Kinder sind mit Begeisterung dabei, haben Eimer und Gummistiefel mitgebracht, Handschuhe und gute Laune. Dann geht es los. Diejenigen die schon wissen wo der Molch langläuft, zeigen den Jüngeren wie es geht. Eimerkette bilden, Teich ausschöpfen, Molche finden, neues Wasser einlassen, gefundene Molche einsetzen, staunen und sich freuen. Genau so war es auch an diesem Tag. Leider lief unser Wasser nicht so aus dem Keller wie wir es wollten, aber wir fanden Abhilfe. Eimer für Eimer wurde mit Körperkraft und unter großer Mühe in den Teich verbracht. Der Molch des Jahres 2020 wurde gefunden, und alle hatten echt viel Spaß. Das klingt einfach, beansprucht aber vollen Einsatz, und dauert 2 Stunden. Danach waren die meisten froh und zufrieden, dass das Wochenende mit solch einer schönen Aktion eingeläutet wurde.

GG

13.03.2020

Mitten in der " Coronakrise" ins ÖIZ

Ja , wir haben es tatsächlich gewagt, ohne Netz und doppelten Boden sind wir in Busse und Bahnen gestiegen, um von Briesnitz in die Stadt zu fahren, ins ÖIZ. Die Kinder haben sehr gut mitgemacht, und so kamen wir gut am Altmarkt an. Die Damen im Ökumenischen- Informations- Zentrum begrüßten und auf das Herzlichste, und hatten alles für uns vorbereitet. Als aller erstes gingen aber alle erst einmal Hände waschen. Danach gab es einen Stuhlkreis, Kekse, und Herr Hermann hatte unser Briesnitzer Ameisenbrot mitgenommen, das wir teilten. So läuft das bei uns. Danach begann eine spannende Reise, rund um das Thema Papier. Woher kommt es, warum gibt es Papier, was hängt damit zusammen, wie verhält es sich zur Umwelt, wofür brauchen wir es??? Viele Fragen und noch mehr Antworten. Ein kleiner Film erklärte die Produktion von Papier. Unsere Ameisen waren auch in diesem Thema sehr bewandert und hatten fundierte Erklärungen, brachten neue Ideen ein und zeigten was sie wussten und wissen. Das war wieder einmal beeindruckend für die Erwachsenen. Danach bildeten wir zwei Gruppen, und hatten die Möglichkeit, aus Papierresten neues Papier zu schöpfen, wir waren Schöpferisch , was immer sehr viel Spaß macht. Die andere Gruppe konnte aus Altpapier etwas neues Kreatives entstehen lassen. Alle hatten viel Freude daran, und die Zeit verging eigentlich viel zu schnell. Aber der Bus nach Briesnitz fuhr nach Fahrplan. Vielen Dank sei an dieser Stelle an die lieben Mitarbeiterinnen ausgesprochen, die uns so einen schönen Nachmittag gestaltet haben! Und vielen Dank auch für das schöne Geschenk an die Briesnitzer Ameisen, wir werden es in Ehren halten und uns beim Spiel an diesen Nachmittag erinnern.

GG